Freitag, 14. Februar 2014
Von Zugfahrten und anderen Gedanken
Donnerstag, 21. Juni 2012
Freiheitsspiel - mein Lied über die Freiheit 2. Teil
der Freiheit -
aber wenn ich Dich loslasse,
lasse mich nicht fallen.
Spielst du mit mir...:
Das schwierige ist, finde ich, wenn man diese Freiheit, so wie ich, mit all seinem Dasein lebt, möchte man sich doch gar nicht mehr einschränken. Oder?
Sehen und hören, was wirklich ist, nicht: was sein sollte.
Sagen, was ich denke, nicht: was ich denken sollte.
Fühlen, was ich wirklich fühle, nicht: was ich fühlen sollte.
Fordern, was ich möchte, nicht: immer erst auf Erlaubnis warten.
Risiken eingehen, ohne sich immer erst abzusichern.
Virginia Satir
Sonntag, 25. März 2012
Über Strausse und andere Vögel
Der Strauss der den Kopf in den Sand steckt. Ein wirklich schönes Bild, welches wir immer wieder in dieser Welt beobachten und erleben dürfen.
Es ist leider aber auch oft ein Bild für meine Umgebung.
Es ist sehr interessant, welche Personen man anzieht. Sind es doch oft diejenigen
die uns gedanklich stoßen – anstoßen. Entweder passt uns etwas an ihnen nicht und wir sollen etwas lernen oder sie sollen etwas lernen, weil wir eine Eigenschaft besitzen, die ihre Aufgabe darstellt. Letztendlich können wir von jedem Menschen der uns umgibt oder der unser Leben streift (ob kurz oder lang) etwas mitnehmen.
Spannend. Ich habe seit einiger Zeit, vielleicht auch schon immer,
Menschen um mich, die gerne den Kopf in den Sand stecken und sich einfach ausschweigen zu Dingen, zu Konflikten.
Wie ich das hasse, das Ausschweigen. Soll ich nun lernen das Schweigen zu ertragen oder sollen sie lernen Dinge auszusprechen? Meine Aufgabe hat wohl weniger mit diesem Part zu tun. Eher mit etwas anderem.
Aber darum geht es hier ja nicht.
Wie sagte eine enge Freundin über mich? Man kann mit mir über alles reden solange man über alles redet? Bingo.
(Dort ist der schwierige Punkt der Ehrlichkeit, sich selbst und in diesem Falle dann auch mir gegenüber, aber das Thema, folgt)
Sophie erkannt. Redet über alles. ALLES. Angenehm, unangenehm ganz egal. Alles ist machbar und händelbar und lösbar. Und alles ist eine Aufgabe. Aus absolut ALLEM kann man etwas lernen und mitnehmen.
Es gibt keine Probleme, es gibt zumindest für mich nur Herausforderungen, die eine Lösung erfordern.
So kommen wir zu den Vögeln in meiner Umgebung. So hat mich mancher schon in den Wahnsinn getrieben mit seiner Vogel-Stauss Mentalität. Aber momentan wird der Vogel abgeschossen oder habe ich die Vögel endlich abgeschossen?
Hahaha. Was für ein Wortspiel. Aber leider nicht witzig.
Ist es denn wirklich notwendig bei Problemen den Kopf in den Sand zu stecken und den anderen mit seinen Gefühlen im Stich zu lassen?
Natürlich gibt es immer den Moment, dass man sich klar werden muss über Dinge. Das man Zeit braucht um sich zu sortieren.
Aber darf ich darüber hinaus mein Gegenüber vergessen?
Es ist doch ein Fakt das jeder eine Verantwortung dem anderen Gegenüber hat. Und es eine Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit sein sollte diese auch zu übernehmen. Gerade wenn man in engerer Verbindung zueinander steht (abgesehen davon, dass der Grad der Verbindung egal sein sollte).
Diese Verantwortung übernehme ich aber nicht, wenn ich den Kopf in den Sand stecke und den anderen in einem luftleeren Raum zurücklasse mit seinen Gedanken und seiner Unwissenheit darüber was geschieht.
Verantwortung für jemand anderes zu übernehmen setzt aber auch voraus, dass ich in der Lage bin die Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen. Und wenn ich mich so umschaue....
Nun gut. So schade es ist. Jeder muss für sich morgens in den Spiegel schauen, sich in die Augen schauen und jeden Tag aufs neue entscheiden ob er fair, gerecht, ehrlich und sich der Verantwortung bewusst leben möchte.
Montag, 27. Februar 2012
Wer ist da...?
Gerade hatte ich ein interessantes Gespräch. Es ging um ein Familienessen.
Zu dem man hingehen muss. Obwohl man gar nicht so richtig will, weil es eine Anstrengung bedeutet, weil die Familie bzw. die Menschen nicht genau sehen können in welcher Situation man steckt bzw. welchen Funken man benötigt.
Es gibt Situationen und Menschen. Und es gibt Situationen in denen einfach bestimmte Menschen mehr helfen und mehr unterstützen können, als vielleicht die Menschen, von denen man es erwartet. Von der Familie erwartet man ja oft die bedingungslose Annahme und Unterstützung. Doch wird man von seiner Familie manchmal auch verfälscht wahrgenommen.
Mein Vater zum Beispiel. Ein Araber (mein Papa hört das gar nicht gerne....ein Deutscher mit arabischer Wurzel...also ein Araber mit deutschem Pass). Bei uns weint man nicht. Und schon gar nicht eine starke Frau. Das ist jetzt sehr persönlich, aber in den Augen meines Vaters gibt es nichts was ich nicht schaffe. Und weinen geht schon gar nicht.
Ich erinnere mich, wie ich einmal ein Wildschwein mit meinem Auto anfuhr. Ich konnte wirklich nichts machen. Es kam über den Mittelstreifen und war auf einmal auf meiner Spur. Das Wildschein hat, glaube ich, nicht überlebt und ich hatte den Schock meines Lebens. Schließlich hatte ich in dem Lebensraum des Tieres (Straßen kamen nun mal einfach später) es angefahren. Ich habe ziemlich geweint und mir Vorwürfe gemacht...
kam am nächsten Tag zu meinem Papa, erzählte ihm davon und sein einziges Kommentar war:“ Hör auf zu weinen, Frauen weinen nicht.“ Zack Sache erledigt.
Das ist das Bild was er von seiner Tochter hat. Eine starke Tochter. Die keine Hindernisse kennt und erst recht nicht weint wenn sie ein Tier angefahren hat. Dieses Bild an sich ist ja auch gut, denn es hat mich geprägt und mich herausgefordert nicht schwach zu sein. Aber geht es im Leben wirklich darum, immer stark zu sein?
Wie soll ich also schwach sein, bei meinem Vater. Und meine Schwäche zeigen.
Das geht nicht. Dafür habe ich aber Freunde bei denen es möglich ist. (Zumal ich dazu sagen muss, dass ich am liebsten alles mit mir ausmache und es selten vor kommt), aber ich weiß ich habe Menschen, vielleicht auch fremde Menschen bzw. Bekannte, bei denen ich schwach sein kann, weil sie eben kein bestimmtes Bild (wie der Vater von seiner Tochter, der Bruder von der Schwester, etc.) von einem haben.
Kommen wir also zu dem Punkt, von meiner Familie erwarte ich, dass sie mich erkennt und unterstützt. Meine Familie kann das aber gar nicht, weil diese Bild herrscht, was sich irgendwann mal festgesetzt hat (Produkte der Erziehung,....)
Also helfen uns auf einmal Menschen, die vielleicht nur Bekannte, fast schon fremde Menschen oder eben Freunde sind. Die es schaffen uns die Energie zu geben, die wir benötigen, um Hindernisse oder Durststrecken zu überwinden. Freunde sind dafür da. Nicht immer alle. Aber einer oder einige werden sich immer finden. Die, die gerade Energie haben und abgeben können. Irgendwann kommt der Tag an dem es vielleicht andersherum ist.
Es ist also eine Frage der Erwartungshaltung. Mit bestimmten Sachen kann ich also zu Freunden/ Bekannten gehen und mit anderen zu meiner Familie.
Nicht immer ist derjenige von dem ich es erwarte auch der Mensch von dem ich das, was ich brauche einfordern kann.
Dafür tritt (oft) jemand in das Leben ein, der vorher nur am Rand war oder gar nicht da war und der abgeben kann. Spannend, wie der Kreislauf funktioniert.
Manchmal, verschwinden diese Menschen danach wieder, manchmal bleiben sie. Für eine Zeit oder für ‚immer’.
Dieses zu erkennen und anzuwenden und dankbar dafür zu sein, kann uns eine Menge Last und Druck nehmen. Und auch das Leben mit den Erwartungen an die Freunde und Familie einfacher machen.
Zum Schluss ein treffendes Zitat, Freund kann auch gerne ersetzt werden in Bekannter, Fremder, etc. Letztendlich jemand, der dir einen Funken sprüht, damit dein Feuer wieder entfachen kann. Oder du wieder zu deiner Melodie tanzen kannst.
„Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzen kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast.“
